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Inhalt:


1. Mitglieder der ressortinternen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming

 

Vorsitz: Dr.in Christine Hartl, IV/2

Stellvertretung: Dr.in Elisabeth Klatzer, Abt. IV/5

Brigitte Pfeiffer, Abteilung I/9

Dr.in Alice Weihs, Abteilung II/2

Mag.a Katrin Kneissel, II/7

Dr.in Monika Einzinger, II/4

Mag.a Barbara Wawerka, III/1/a

Dir.in Susanne Sitter, IV/1/a

Dr. Robert Stöger, IV/7

Staatssekretariat für Kunst und Medien:

Mag.a Hildegard Siess, II/2

Mag.a Joana Pichler, II/3

Staatssekretariat für Sport:

Dr. Erich Irschik, VI/2

Dr.in Hadwig Blum, VI/2


2. Informationstransfer

  • Information aller SektionsleiterInnen des Hauses über GM in persönlichen Gesprächen durch die GM-Beauftragte im Sinnes des Top Down-Ansatzes
  • Schulung der SektionsleiterInnen zum Thema GM durch die Expertin Zita Küng
  • Schulungshalbtag der hausinternen Arbeitsgruppe durch die Expertin Petra Draxl, ÖSB
  • Informationsveranstaltung zum Thema "Gender Budgeting" im Klub Kanzleramt
  • Informationsveranstaltung zum Thema "Gender Mainstreaming - Best Practices in der Bundesverwaltung" mit Dr. Guggenberger, BMBWK und Dr. Fritz, BMF
  • Aufnahme eines GeM Moduls in der ressortinternen Grundausbildung
  • Erstellung eines Eintrages im Intranet des BKA und Link zur ausführlichen Webseite der IMAG Gender Mainstreaming
  • Aufnahme einer GeM Rubrik in die MitarbeiterInnenzeitung

3. Strukturelle Maßnahmen

 

  • Konstituierung einer hauseigenen Arbeitsgruppe mit VertreterInnen aller Sektionen (Ziel: Institutionalisierung des Themas, Aufgabenbeschreibung der Arbeitsgruppe)
  • Erstellung eines GM-Programms für das BKA durch die Arbeitsgruppe
  • Verankerung von GM in der GrundausbildungsVO des BKA (Modul im Ausmaß von 4 Stunden)
  • Prüfung und Bewertung des Betriebskindergartens des Bundes an Hand von Gender-Kriterien
  • Datenaufbereitung in der Ordensverleihung im Hinblick auf die Geschlechterverteilung mit dem Ziel der Sichtbarmachung der Ungleichverteilung
  • Im Sportbereich ist, um die Auswirkungen von Fördermaßnahmen der allgemeinen Bundessportförderung im Hinblick auf GM beurteilen zu können, seit Herbst 2002 von Seiten der FörderwerberInnen in den Anträgen auch zu den spezifischen Auswirkungen des Projektes dazu in einem eigenen Punkt des Antrages Stellung zu nehmen (eine Auswertung liegt noch nicht vor).
  • Jährliche Teilnahme am Cross Mentoring-Projekt des Bundes
  • Begleitung diverser geplanter Projekte der Personalabteilung (z.B. MitarbeiterInnenbefragung und Teleworkprojekt) durch die hausinterne AG Gender Mainstreaming
  • Im Bereich Kunstförderung hat die AG ein Gender Budgeting Projekt angeregt und ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Die Umsetzung scheiterte am am politischen Willen des damaligen Staatssekretärs. Es wird angestrebt, dieses Projekt nunmehr in interministerieller Kooperation weiterzuführen.
  • Ausarbeitung eines Leitfadens für die Integration von Gender Aspekten in den Sportbericht 2006

4. Personalbereich

 

Vorgesehene Maßnahmen im Arbeitsprogramm sind die geschlechterdifferenzierte Aufbereitung der Daten im Personalbereich, die geschlechterdifferenzierte Analyse der Aufstiegsmöglichkeiten und Nachbesetzung von Referats-, Abteilungs- und Sektionsleitung sowie die Erarbeitung eines Kritierienkataloges für Gendergerechtes Personalmanagement.

Zur Umsetzung der Maßnahmen im Personalbereich wurde der Kontakt mit der Personalabteilung gesucht und regelmäßige Treffen vereinbart. Diese Vereinbarung konnte aufgrund von terminlichen Schwierigkeiten nicht regelmäßig umgesetzt werden.  Die Arbeitsgruppe hat, soweit sie eingebunden und informiert wurde, ihre Genderexpertise angeboten. Dies betrifft u.a. eine geplante MitarbeiterInnenbefragung (die letztendlich nicht ressortweit durchgeführt wurde), die Teilnahme am Cross-Mentoring Projekt und Anregungen für die Begleitung des Teleworking-Pilotprojektes.

Durch rechtzeitige Information über und die Einbindung der GeM AG in wesentliche Projekte im Bereich Personal - was die Wiederaufnahme der regelmäßigen Sitzungen mit der Personalleitung voraussetzt - könnte die Umsetzung des Gender-Gedankens weiter vorangetrieben werden. Interessant wäre etwa die geschlechterdifferenzierte Aufschlüsselung aller personalbezogenen Daten sowie die Erarbeitung einer Strategie zur Umsetzung der gleichstellungspolitischen Zielsetzungen im Personalbereich. Seitens des Finanzministeriums wurde eine Pilotstudie zu „Gender Prüfungen im Finanzressort" beauftragt, u.a. den Bereich geschlechterdifferenzierte Darstellung der Personaldaten umfassend, welche als Best Practice für den Bund dienen könnte.


5. Gender Mainstreaming von Förderungen im BKA - Pilotbereich Kunstförderung: geschlechtergerechte Besetzung von Gremien

Um eine geschlechtergerechte Fördervergabe im Rahmen der jeweiligen inhaltlichen Zielsetzung zu gewährleisten, wurde seitens der AG GeM ein Pilotprojekt zur geschlechtergerechten Evaluierung der Kunstförderung erarbeitet, dessen Grundsätze schrittweise auf das gesamte Förderwesen des BKA ausgeweitet werden könnten. In Abweichung dazu kam es auf Grund der politischen Vorgabe  zu einer Bestandsaufnahme der Besetzung der beratenden Gremien im Bereich der Kunstförderung nach Männern und Frauen. Diese Bestandsaufnahme wurde durch eine Praktikantin (für 1 Monat) durchgeführt. Die Ergebnisse liegen vor.

Als nächster Schritt könnte das ursprünglich vorgesehene Projekt der Evaluierung der Kunstförderung gestartet werden, um wesentliche Aspekte des GeM wie etwa die Analyse des Budgets, der Ausgangssituation und der Zielgruppen sowie Gleichstellungsziele und Controlling im Förderwesen umzusetzen. Andernfalls wäre gemäß des Vorgaben des Ministerratsbeschlusses vom 9. März 2004 (Gender Budgeting zur Analyse budgetärer Maßnahmen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Männer und Frauen) ein neues Gender Budget Projekt auszuarbeiten und umzusetzen.


6. Zentrale Auszeichnungen und Ehrungen der Republik

Im Jahr 2003 wurde eine Auswertung der veröffentlichten Daten zu Auszeichnungen und Ehrungen der Republik Österreich vorgenommen. Diese Daten (verfügbar bis 1998) zeigen durchwegs einen großes Ungleichgewicht zugunsten der Männer bei den verliehenen Auszeichnungen.

Diese Vorarbeiten mit Pilotcharakter könnten von der zuständigen Abteilung fortzuführen und zu aktualisieren. Die Auswertung der Auszeichnungen und Ehrungen der Republik nach Männern und Frauen könnte Anlass dafür sein, die Kriterien für die Auswahl zu überarbeiten bzw. eine geschlechtergerechte Reform des Vergabesystems in die Wege zu leiten.


7. Berichtswesen – Dokumentation nach Gender Mainstreaming Kriterien

 

Der inhaltliche Schwerpunkt Berichtswesen zielt darauf ab, alle Berichte im Verantwortungsbereich des BKA nach GeM Gesichtspunkten zu gestalten. Das heißt unter anderem, dass jeweils alle Daten - soweit sinnvoll und möglich - nach Geschlecht aufgeschlüsselt dargestellt werden und die Verteilung bzw. Wirkung von budgetären Maßnahmen auf die Geschlechter Berücksichtigung findet. Darüber hinaus wären jeweils GeM Maßnahmen im Politikbereich darzustellen.

Im Rahmen der  redaktionellen Erstellung des Sportberichtes 2003-2004 wurden alle berichtslegenden Stellen schriftlich aufgefordert, "die Erstellung der Beiträge insbesondere unter Berücksichtigung von Gender Mainstreaming vorzunehmen, sodass die Berichte und angeschlossene Statistiken so umfassend wie möglich geschlechtsspezifisch verfasst werden". Das Ergebnis wurde leider den Erwartungen nicht gerecht.

Dennoch könnten, etwa am Beispiel des Sport- oder Kunstberichtes, Kriterien für die geschlechterdifferenzierte Gestaltung des Berichtswesens und die Integration von Gender Mainstreaming erarbeitet werden. Dies würde die Aussagekraft der Berichte hinsichtlich Gleichstellung erhöhen und eine gute Grundlage für eine klare diesbezügliche Kommunikation nach außen sein.


8. Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Im Feber 2006 fand eine Besichtigung des Betriebskinderkartens statt, um im Rahmen der Umsetzung des GeM im BKA dessen Eignung in Bezug auf Vereinbarkeit Beruf/Familie zu überprüfen. Die Leiterin erteilte umfassende Auskunft. Der Betriebskindergarten wird von den Kinderfreunden (Verein) betrieben, die einen diesbezüglichen Vertrag mit dem BKA abgeschlossen haben.

Der Betriebskindergarten bot ein sehr positives Bild. Die Kooperation mit dem BKA funktioniert sehr gut. Für die Bundesbediensteten wird genügend (zeitliche) Flexibilität geboten. Die Preise erscheinen dennoch recht hoch. Verbesserung könnten hinsichtlich eines Kostenzuschusses an die Eltern (ev. gestaffelt nach Einkommen), eines Geschwisterrabatts sowie der Bereitstellung eines Nativespeakers für den Fremdsprachenunterricht angedacht werden.


9. Strukturelle Voraussetzungen, Legistik

 

Gender Strukturen im BKA wurden mit Bestellung der GeM-Beauftragten, deren Stellvertreterin und der AG GeM geschaffen. Es bedarf aber in Zukunft jedenfalls einer klareren Darlegung der Verantwortlichkeiten und der Zusammenarbeit mit dem Präsidium/Personalabteilung.

Im Bereich Legistik wurde im Rahmen der IMAG GeM ein Leitfaden ausgearbeitet, der seitens des BMGF nach der Annahme eines entsprechenden Ministerratsbeschlusses allen Stellen zur Verfügung gestellt werden wird. Seine Anwendung wrid die Implementierung des Gender-Gedankens in Gesetzesvorhaben erhöhen. Dessen Anwendung im Bereich des BKA sollte in die Zielsysteme mitaufgenommen werden.



Geschäftsführung der IMAG GMB, BKA, Abteilung II/1 - Impressum - last update: 14.12.2007