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Inhalt:



1. Mentoring im BMASK

Zeitraum: seit 1999, aktuelles Projekt 2010/11

Ziele: Einerseits sollen mehr Frauen in Führungspositionen kommen und dort verankert werden, andererseits geht es auch langfristig um eine Kulturveränderung in Organisationen und schließlich auch um den Kompetenzerwerb bei Mentees und MentorInnen. Mentoring-Projekte sind eine Investition in das Sozial- und Humankapital einer Organisation, sie fördern die Motivation und die Arbeitszufriedenheit und damit die Gesundheit der Beteiligten. Ziele für die Organisation (Personalentwicklung und Organisationsentwicklung): die persönliche Weiterentwicklung von Frauen wird aktiv gefördert und die Kompetenzen von Frauen werden sichtbar gemacht, es wird eine systematische Nachwuchsförderung betrieben, Informationskanäle werden eröffnet, Kommunikationsstrukturen verbessert und Netzwerke geschaffen (zwischen den Mentorinnen, den Mentees, innerhalb der Organisation und nach außen) eine Anerkennungs- und Vertrauenskultur wird aufgebaut (Sozialkapital)

Zielgruppen: Führungskräfte und deren StellvertreterInnen sowie weibliche Bedienstete, die an ihrer beruflichen Weiterentwicklung interessiert sind

Inhalt: Das BMASK hat mehrere Projekte zu „Mentoring für Frauen“ initiiert und evaluiert. Als Mentorinnen und Mentoren fungieren Führungskräfte und StellvertreterInnen, Mentees sind weibliche Bedienstete, die an ihrer beruflichen Weiterentwicklung interessiert sind, wobei alle TeilnehmerInnen MitarbeiterInnen der nachgeordneten Dienststellen sind. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Projekte wurden im Leitfaden „Mentoring – eine Strategie zur Frauenförderung im öffentlichen Dienst“ vorgestellt. Mentorinnen/Mentoren und Mentees bilden Paare. Den Paaren stehen pro Monat maximal acht Stunden zur Verfügung.

Ergebnisse: Durch Mentoring wird die persönliche Weiterentwicklung gefördert, Kompetenzen werden sichtbar gemacht. Die Teilnahme bringt allen Beteiligten vielfältige Lernerfahrungen, welche die Karrierewege in der Bundesverwaltung erleichtern und unterstützen. Die durch das Projekt entstandenen Reflexions- und Lernerfahrungen ermöglichen für die gesamte Organisation wichtige Impulse.

Projektinformationen

Projektauswirkung: intern
Projektdurchführung: intern
Art der Maßnahme: Personalentwicklungsmaßnahme
Ansprechperson(en):

Mag.a Sylvia Bierbaumer, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-6179, E-Mail: sylvia.bierbaumer@bmask.gv.at

Dr.in Alexandra Werba, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-2338, E-Mail: silvia.gaschnitz@bmask.gv.at





2. Budgetberatung

Zeitraum: 15.02.2011 bis 31.12.2011

Ziele: In Österreich fehlt derzeit eine niederschwellige, professionelle und unabhängige Beratungsmöglichkeit zu Fragen der Haushaltsfinanzen für Menschen mit niedrigem Einkommen bzw. in einer sich verändernden Einkommenssituation die jedoch (noch) nicht von Überschuldung betroffen sind.

Zielgruppen: Wesentliche Zielgruppen sind Personen und Haushalte mit niedrigem Einkommen bzw. mit Problemen bei der Haushaltsbudgetierung und Personen, die ihr Haushaltsbudget optimieren möchten. Dabei zielt das Projekt vor allem auf Personen ab, die aufgrund einer Einkommensverschlechterung, durch z.B. Arbeitslosigkeit oder gesundheitliche Probleme oder aufgrund der Änderung von Lebensumständen, durch z.B. Scheidung und/oder Gründung eines eigenen Haushalts, mit einer vermutlich problematischen Veränderung ihrer Haushaltsbudgetsituation konfrontiert sind. Insbesondere wird dabei auch auf die Zielgruppe „Frauen“ eingegangen, konkret auf jene Frauen, die für die Verwaltung eines niedrigen Haushaltseinkommens zuständig sind.

Inhalt:

Auf Basis der Erfahrungen durch die gesetzten Maßnahmen soll schließlich über ein mögliches breiteres Angebot an Budgetberatung bis hin zur Gründung einer eigenen Budgetberatungsorganisation diskutiert werden.

Erfahrungen aus Sozial- und Schuldenberatungen zeigen, dass die Verwaltung vor allem kleiner Haushaltsbudgets meist in den Händen von Frauen liegt. Sie sind es, die zu allererst gefordert sind, mit den vorhandenen Mitteln für ein Auskommen der gesamten Familie zu sorgen. Gleichzeitig ist in der Sozial- und Armutsforschung bislang sehr wenig Wissen über die Intra-Verteilung von Haushaltsmitteln bekannt, jedoch aufgrund von Erfahrungen aus der Beratungsarbeit und vereinzelten Studien davon auszugehen, dass Frauen dabei tendenziell benachteiligt werden.

Das Projekt „Budgetberatung“ kann und will einen geschlechtersensiblen und emanzipatorischen Beitrag bezogen auf beide Aspekte leisten. Zum einen sollen die meist für die Budgets zuständigen Frauen durch das Angebot der Budgetberatung gestärkt werden. Dabei soll u.a. durch eine Fortsetzung der im Projekt Finanzcoaching PLUS begonnenen Kooperation den österr. Mädchen- und Frauenberatungseinrichtungen ein entsprechender Frauenanteil bei den KlientInnen im Pilotprojekt sichergestellt werden. Zum anderen soll in der konkreten Budgetberatung der Aspekt der Intra-Haushaltsverteilung zur Sprache kommen und Teil des Beratungsangebots werden.


Ergebnisse: Endbericht erfolgt nach dem 31.12.2011. Das Projekt wird 2012 fortgesetzt.

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en):

Mag.a Tamara Gabriel, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung III/4, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-6179, E-Mail: tamara.gabriel@bmask.gv.at

Dr. Hans Grohs, ASB Schuldnerberatung GmbH, E-Mail: asb@asb-gmbh.at





3. Implementierung von Gender Mainstreaming bei der Fördermaßnahme Clearing des Bundessozialamt zur beruflichen Integration von jugendlichen Menschen mit Behinderung

Zeitraum: laufend

Ziele: Ziel der Maßnahmen „Clearing“ ist, Mädchen und Burschen mit Behinderung unter Anderem beim Zugang zu Förderungen zu unterstützen, um ihnen eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit bzw. eine dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu sichern.

Zielgruppen: Mädchen und Burschen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf, ClearerInnen, Mitarbeiter/innen des Bundessozialamtes

Inhalt: Clearing ist eine wichtige Einstiegsmaßnahme zur allfälligen Überleitung in andere Maßnahmen am Beginn des Integrationspfades am Übergang Schule und Beruf. Umso wichtiger ist der geschlechtergerechte Zugang zur dieser Maßnahme zur Gewährleistung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Generelles Ziel ist die Erhöhung des Mädchenanteils in der Maßnahme „Clearing“.

Ergebnisse: Implementierung von Gender Mainstreaming in die Richtlinien der Fördermaßnahmen der Abt. IV/6 für Menschen mit Behinderung. Erstellung von Gleichstellungszielen für die Jugendlichenmaßnahme „Clearing“ durch das Bundessozialamt. Gleichstellungsziele sowie die Berücksichtigung gleichstellungsorientierter Kriterien bei der Projektumsetzung sind fixe Bestandteile der Förderverträge, geschlechtergerechter Zugang zu der Maßnahme, Gewährleistung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in der Maßnahme Erhöhung des Mädchenanteils in der Maßnahme „Clearing“

Projektinformationen

Projektauswirkung: intern extern
Projektdurchführung: intern extern
Art der Maßnahme: Personalentwicklungsmaßnahme
Ansprechperson(en): Dr. Hansjörg Hofer, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung IV/7, Stubenring 1, 1010 Wien, E-Mail: hansjoerg.hofer@bmask.gv.at



4. Evaluierung der Ergebnisse des Finanzcoaching PLUS

Zeitraum: 2011

Ziele: Finanzcoaching ist ein Modell für die Kooperation zwischen Schuldenberatungen und sozialen Einrichtungen. Dabei wird MitarbeiterInnen sozialer Einrichtungen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit verschuldete Personen beraten, ein Überblick über die relevanten Problemfelder im Zusammenhang mit Schulden geboten sowie die Optimierung und Professionalisierung der Arbeitsteilung mit den Schuldenberatungen ermöglicht.

Zielgruppen: Multiplikatoren (soziale Einrichtungen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit verschuldete Personen beraten)

Inhalt: Insgesamt wurden im Jahr 2010 neun Seminare mit Platz für ca. 120 TeilnehmerInnen (80 aus geförderten Frauenprojekten sowie 40 TeilnehmerInnen aus weiteren Beratungsstellen) geplant und erfolgreich abgehalten. Durch ergänzende finanzielle Unterstützung des BKA Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst konnten die 80 TeilnehmerInnen geförderter Frauenberatungsstellen die Seminare kostenlos besuchen. Für andere TeilnehmerInnen wurden die Seminargebühren zu 60% (100,- € statt 250,- €) durch gegenständliche Projektmittel gefördert. Reisekosten und Aufenthalt wurden von diesen TeilnehmerInnen selbst getragen.

Ergebnisse: Fortsetzung Finanzcoaching Plus 2012, Entwicklung eines Konzepts für die Budgetberatung

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en): Mag.a Tamara Gabriel, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung III/4, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-6179, E-Mail: tamara.gabriel@bmask.gv.at



5. Leitfaden zur Bewertung der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen
(Arbeitsinspektion/BMASK)

Zeitraum: 2010 - 2011

Ziele: Ausarbeitung und Publikation eines Leitfadens zur Bewertung der Evaluierung psych. Belastungen für die Beratungs- und Kontrolltätigkeit der Arbeitsinspektion und für die betriebliche Umsetzung bei arbeitsbedingten psychischen Fehlbelastungen (Evaluierung von Gefahren und Belastungen nach §§4f ArbeitnehmerInnenschutzgesetz – ASchG). Projekt im Rahmen der Arbeitsschutzstrategie 2007-2012, Arbeitsgruppe 3 (Reduktion von / Prävention u.a. gegen psychische Belastungen - Stärkung der Prävention, Hilfestellung bei Gewalt am Arbeitsplatz) unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten.

Zielgruppen: Arbeitsinspektor/innen, Arbeitsmediziner/innen, Arbeitspsycholog/innen, Arbeitgeber/innen und Personen mit Evaluierungsaufgaben im Unternehmen, Betriebsrat, Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsvertrauenspersonen, Multiplikator/innen im ArbeitnehmerInnenschutz.

Inhalt: Arbeitgeber/innen müssen die Ursachen von arbeitsbedingten psychischen Fehlbelastungen der Arbeitnehmer/innen ermitteln und beurteilen und Maßnahmen zur Verbesserung des psychosozialen Arbeitsumfeldes treffen. Die Ergebnisse der Ermittlung und Beurteilung sowie die durchgeführten Maßnahmen sind in einer geeigneten Art und Weise nachvollziehbar zu dokumentieren (ASchG, DOK-VO). Zu psychischen Fehlbelastungen zählen neben arbeitsbedingtem Zeitdruck, schlechtem Arbeitsklima und Konflikten am Arbeitsplatz, diskriminierende Arbeitsbedingungen auch Gewalt/sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Der Leitfaden beschreibt die Ziele, die Aufgaben, das Vorgehen der Arbeitsinspektion bei ihrer Kontroll- und Beratungstätigkeit. Die Grundlagen für die Bewertung der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastung durch die Arbeitsinspektion finden sich in einem Kriterienkatalog und in einer Übersichtstabelle. Anhang 1 enthält ein Auszug aus anerkannten Verfahren zur Erhebung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen und in Anhang 2 ausführliche Erläuterungen zum Leitfaden, die Genderaspekte am Arbeitsplatz mit einbeziehen. Der Leitfaden soll auch Orientierungshilfe und Anhaltspunkt für Betriebe (Arbeitgeber/innen, Arbeitnehmer/innen, Betriebsrat, Präventivfachkräfte und sonstige Fachleute, insbesondere Arbeitspsycholog/innen) bei der Durchführung der Evaluierung sein.

Ergebnisse: Leitfaden (Publikation BMASK Mai 2011)

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en): Dr.in Elsbeth Huber, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-4, E-Mail: elsbeth.huber@bmask.gv.at



6. Jahresarbeitsschwerpunkt der Arbeitsinspektion JAP 2011-2012 "Gesund arbeiten im Hotel und Gastgewerbe"

Zeitraum: Jänner 2011- Dezember 2012

Ziele: Ziel der zweijährigen Schwerpunktaktion der Arbeitsinspektion im Hotel- und Gastgewerbe (59,3% Frauenanteil) ist, durch eine vereinheitlichte Beratungs- und Kontrollinitiative die betriebliche Umsetzung der ASchG-Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen und Belastungen und der Umsetzung von geeigneten Schutz- und Präventionsmaßnahmen zu verbessern und langfristig eine Reduktion arbeitsbedingter Fehlbelastungen und Beschwerden zu erreichen (insbesondere Muskel-Skelett-Erkrankungen, physische und psychosoziale Belastungen wie Zeitdruck, „Dauerfreundlichkeit“, Beschwerden, sexuelle Belästigung, womit besonders Frauen konfrontiert sind); Ausarbeitung von „Good Practice“.

Zielgruppen: ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen im Hotel- und Gastgewerbe, Betriebsrat, Sicherheitsvertrauenspersonen, KooperationspartnerInnen und MultiplikatorInnen im ArbeitnehmerInnenschutz (AUVA, Innung, Fachgewerkschaft vida u.a.), Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 (v.a. Arbeitsgruppe 3)

Inhalt: Die Arbeitsinspektion führt im Rahmen der Österreichischen Arbeitsschutzstrategie von 2011 – 2012 eine österreichweite Schwerpunktaktion im Hotel- und Gastgewerbe durch: 180.964 Menschen, Frauen 107.455 (59,3%), Männer 73.509 (40,6%), waren laut Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger 2010 im Gastgewerbe/Beherbergung und in der Gastronomie beschäftigt. Die Arbeit in dieser Branche stellt hohe körperliche und psychische Anforderungen und führt häufig zu Fehlbelastungen und daraus resultierenden gesundheitlichen Beschwerden und Erkrankungen. Im Mittelpunkt dieser Schwerpunktaktion steht die Prävention von physischen und psychischen Fehlbelastungen.

Ergebnisse: Beratungs- und Kontrollaktion der Arbeitsinspektorate, Verbesserung des ArbeitnehmerInnenschutzes im Hotel- und Gastgewerbe in besonders für weibliche Beschäftigte relevanten Bereichen. Einbeziehung in Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 (AG 3). ExpertInnenschulungen der Arbeitsinspektor/innen, JAP-Informationsmaterial mit integrierten GMDAspekten (Gender, Geschlecht, Alter, kultureller Hintergrund – Sprachverständnis)

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en):

ADir. Harald Frimmel, Arbeitsinspektorat für den 2. Aufsichtsbezirk, E-Mail: harald.frimmel@arbeitsinspektion.gv.at

Dr.in Elsbeth Huber, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-4, E-Mail: elsbeth.huber@bmask.gv.at

Dr.in Renate Novak, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-3, E-Mail: renate.novak@bmask.gv.at





7. Jahresarbeitsschwerpunkt der Arbeitsinspektion 2010 – 2011: Sicherheits- und Gesundheitsschutz im Reinigungswesen – Gender und Diversity ("JAP Reinigung")

Zeitraum: 2009 - 2011

Ziele: Verbesserung der Qualitätsstandards im ArbeitnehmerInnenschutz im Reinigungsgewerbe, Einbeziehung von Gender und Diversity in Arbeitsschutzmaßnahmen und in die Prävention gegen branchenspezifische Gefahren und Belastungen, die v.a. Frauen betreffen. Wissens- und Informationsaufbau, Best Practice-Entwicklung im Arbeitsschutzbereich und in der GMDImplementierung, externe Kooperationen.

Zielgruppen: ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen und AuftraggeberInnen im Reinigungsgewerbe, Betriebsrat, Sicherheitsvertrauenspersonen, Multiplikator/innen im ArbeitnehmerInnenschutz (Innung, Fachgewerkschaft vida u.a.) KooperationspartnerInnen (v.a. AUVA; Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 Arbeitsgruppe 3)

Inhalt: Der JAP setzte einen qualitativen Beratungs- und Informationsschwerpunkt zu ausgewählten Arbeitsschutzfragen der Reinigung in Zusammenarbeit mit den relevanten betrieblichen AkteurInnen. Weibliche Beschäftigte in auswärtigen Arbeitsstellen (Reinigungsobjekte) standen im Mittelpunkt, zusätzliche MultiplikatorInnenwirkung wurde durch Einbeziehung der AuftraggeberInnen und (soweit möglich) des betrieblichen Beschaffungswesens erreicht. Die Betriebe sollten auf diese Weise für den ArbeitnehmerInnenschutz stärker sensibilisiert werden. Gender- und Diversityaspekte des ArbeitnehmerInnenschutzes im Reinigungsgewerbe (80% Frauenanteil, häufig Migrationshintergrund) wurden im JAP Reinigung der Arbeitsinspektion systematisch einbezogen (GMD-Merkblatt, Fragenkatalog, GMD-Ziele).

Ergebnisse: ExpertInnen-Schulung Arbeitsinspektorate - 26.01.2010 (Wien) mit KooperationspartnerInnen (AUVA; Fachgewerkschaft vida, ExpertInnen Ergonomie u.a.), Merkblätter zu den wichtigsten Arbeitsschutzthemen des Reinigungswesens und GMD-Aspekten, Durchführung der Beratungs- und Kontrollaktion in den Betrieben 2010/2011; in Arbeit: 2012 Leitfaden Reinigung mit Ergebnissen des JAP, Checklisten. Externe Kooperationen wurden erweitert, z.B. AUVA, ÖGB/VIDA (persönliche Dienstleistungen), Innung, Ausbildungseinrichtungen mit entsprechender Breitenwirkung und der Möglichkeit, die Reinigungskräfte selbst direkter zu erreichen als es bisher für die Arbeitsinspektion möglich war. Genderziele wurden nach bisher vorliegenden Ergebnissen erreicht.

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en):

Dr.in Renate Novak, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-3, E-Mail: renate.novak@bmask.gv.at

DI Ernst Piller, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-2, E-Mail: ernst.piller@bmask.gv.at

DI Franz Jäger, Arbeitsinspektorat Krems E-Mail: franz.jaeger@arbeitsinspektion.gv.at





8. GMD-Netzwerk der Arbeitsinspektion 2011 (Themenschwerpunkt ArbeitnehmerInnen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen, GMD-Arbeitsgruppe und Kooperation Arbeitsschutzstrategie 2007 - 2012)

Zeitraum: 11./12.4., 07.11.2011 und laufend zu Teilbereichen

Ziele: Information und Erfahrungsaustausch zu Gender- und Diversity im ArbeitnehmerInnenschutz, in der Arbeitsinspektion und im BMASK, Bearbeitung von GMD-Schwerpunktthemen und Ergebnistransfer, GMD-Kooperation und Vernetzung mit Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 (v.a. AG 3) und regionaler AI-Strategiekoordination, Arbeitsschutz-Organisationen/-ExpertInnen Weiterführung der GMD-Implementierung in Arbeitsinspektion und ArbeitnehmerInnenschutz nach Verleihung des Verwaltungsinnovationspreises 2010/11 im Regelbetrieb.

Zielgruppen: ArbeitsinspektorInnen und MitarbeiterInnen des Zentral-Arbeitsinspektorats, insbesondere GMD-Netzwerk der Arbeitsinspektion und GMD-Arbeitsgruppe, Arbeitsschutzstrategie 2007-2012, GMD-MultiplikatorInnen

Inhalt: Schwerpunktthema im GMD-Netzwerk der Arbeitsinspektion 2011 (Netzwerktreffen 11./12.4., AION-Intranet) war neben der Information und Weiterentwicklung der bisher erarbeiteten GMDErgebnisse in Arbeitsinspektion und Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 der Sicherheits- und Gesundheitsschutz für Arbeitnehmer/innen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen, vor allem von Frauen (z.B. verständliche Unterweisung nach ASchG in Sprache und Bild, Diversity und Männer- Frauenbilder, psychische Belastungen am Arbeitsplatz, Beteiligung von Frauen im Betrieb und in der Funktion als Sicherheitsvertrauensperson, Ersthelfer/in, Unfallverhütung und Prävention). Der Gastvortrag MA Dominique Dressler, Leiterin des Büros für Internationale Beziehungen und Kongresswesen der AUVA, zum Thema "Der Umgang mit der Interkulturalität" befasste sich mit Migration und ArbeitnehmerInnenschutz, vor allem bei der Unterweisung und innerbetrieblichen Kommunikation. Im Halbtagsworkshop zu Gender und Diversity in der Arbeitsschutzstrategie 2007- 2012 (Workshopbegleitung Mag.a Ursula Rosenbichler, ARCO) wurden geeignete GMD-Indikatoren diskutiert und ein GMD-Ergebnistransfer zwischen Arbeitsinspektion/GMD-Netzwerk und Arbeitsschutzstrategie durchgeführt (v.a. Arbeitsgruppe 3 - Prävention arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten; Gender in der Gefahrenevaluierung). Fortsetzung in der GMDArbeitsgruppensitzung am 7.11. und Vorbereitung, Koordination der weiteren Netzwerkarbeit 2011/2012.

Ergebnisse: GMD-Erfahrungsaustausch zu GMD in ArbeitnehmerInnenschutz und Arbeitsinspektion, insbesondere zu Fragen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes für ArbeitnehmerInnen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen, vor allem von Frauen, Gender in der Gefahrenevaluierung, GMD-Indikatorendiskussion und Transfer in die Arbeitsinspektionstätigkeit und Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 (v.a. AG 3); MultiplikatorInnenwirkung, Weiterführung der GMDImplementierung in Arbeitsinspektion und ArbeitnehmerInnenschutz.

Projektinformationen

Projektauswirkung:
Projektdurchführung:
Art der Maßnahme:
Ansprechperson(en):

Traude Kaltenbrunner, Arbeitsinspektorat für den 2. Aufsichtsbezirk/Wien, E-Mail: edeltraud.kaltenbrunner@arbeitsinspektion.gv.at

ADir. Harald Frimmel, Arbeitsinspektorat für den 2. Aufsichtsbezirk/Wien, E-Mail: harald.frimmel@arbeitsinspektion.gv.at

Dr.in Renate Novak, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung VII/A-3, E-Mail: renate.novak@bmask.gv.at





9. Gütesiegel NESTORGOLD

Zeitraum: seit 2008

Ziele:

Das Gütesiegel NESTOR<sup>GOLD</sup> soll das Bewusstsein für den besonderen Wert älterer MitarbeiterInnen bei Unternehmen und Organisationen stärken, sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen für ältere MitarbeiterInnen fördern.

NESTOR<sup>GOLD</sup> soll einen Beitrag zur Stärkung der sozialen Komponente von CSR leisten, indem eine der Kerndimensionen von Diversity - nämlich der Aspekt Alter - in den Mittelpunkt gerückt wird. Die Dimensionen Geschlecht ist ebenfalls ein Kernbereich im Zertifizierungsprozess.

Besonders berücksichtigt wird gleichzeitig auch die aktive Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern bei den ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen.


Zielgruppen: Unternehmen und Organisationen

Inhalt:

Zur Sensibilisierung von Unternehmen und Organisationen sowie der Öffentlichkeit und der Medien für den besonderen Wert von älteren ArbeitnehmerInnen entwickelte das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz das Zertifikat NESTOR<sup>GOLD</sup>.

Das Gütesiegel wird an Unternehmen und Organisationen verliehen, welche auf die unterschiedlichen Potenziale und Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Lebensphasen eingehen sowie den intergenerativen Dialog fördern und sich einem speziellen Zertifizierungsprozess unterziehen. Mithilfe des entwickelten Indikatorensystems kann die alter(n)sgerechte Ausrichtung sowie die Chancengleichheit von Frauen und Männern bewertet werden. Die inhaltlichen Ziele liegen somit in der nachhaltigen Verankerung und Förderung aller Altersgruppen/ jedes Geschlechts, insbesondere jedoch der Älteren in Unternehmen und Organisationen. Für den Erhalt des Gütesiegels müssen die Unternehmen und Organisationen einen Assessierungsprozess von der Dauer von bis zu einem Jahr erfolgreich durchlaufen. Hierbei werden auch die Genderkompetenz der Führungskräfte und das Engagement der Organisation für Geschlechtergerechtigkeit überprüft. Das Gütesiegel wird durch den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in einem Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Das Gütesiegel wird für 3 Jahre vergeben und kann bei erfolgreicher Rezertifizierung verlängert werden.


Ergebnisse: Im September 2010 startete die Bewerbung des NESTORGOLD Gütesiegels und die gezielte Rekrutierung von Betrieben und Organisationen für die Verleihung des Gütesiegels im November 2012 im Rahmen des Europäischen Jahres des aktiven Alterns. Derzeit (2011) durchlaufen 3 Unternehmen/ Organisationen - Kaiser Franz Josef Spital, AK Steiermark und AMS NÖ - die Assessierung für das Gütesiegel NESTORGOLD. Der erste Schritt für die Erlangung des Gütesiegels NESTORGOLD ist die Unterzeichnung der NESTORGOLD – Charta. Auch die Charta-Unternehmen und Organisationen werden bei der Verleihung im November 2012 sichtbar gemacht.

Projektinformationen

Projektauswirkung: intern extern
Projektdurchführung: intern extern
Art der Maßnahme: Informations- u. Bewußtseinsmaßnahme
Ansprechperson(en):

Mag.a Sylvia Bierbaumer, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-6179, E-Mail: sylvia.bierbaumer@bmask.gv.at

Dr.in Alexandra Werba, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3 Stubenring 1 1010 Wien Tel.: +43(0)1/711 00-3250 E-Mail: alexandra.werba@bmask.gv.at





10. Förderung der Besuchsbegleitung

Zeitraum: Seit 2003

Ziele: Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) fördert aus sozialpolitischen Überlegungen einen Teil der in Österreich anfallenden Besuchsbegleitungen, sodass die finanzielle Belastung einkommensschwacher und armutsgefährdeter Eltern und Kinder minimiert und der Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil im Sinne des Kindeswohls unabhängig vom sozialen Hintergrund aufrecht erhalten werden kann.

Zielgruppen: Von Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffene minderjährige Kinder und ihre besuchsberechtigten Elternteile, wenn die betroffenen Elternteile sonst keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, ihre Kinder zu sehen und durch Gerichtsbeschluss oder –protokoll auf eine Besuchsbegleitung verwiesen werden. Aus sozialpolitischen Erwägungen und zur Sicherstellung der bedarfsgerechten Verteilung der budgetären Mittel wird die Förderung in erster Linie zugunsten einkommensschwacher Elternteile und ihrer Kinder gewährt.

Inhalt:

Mit der durch das BMASK geförderten Besuchsbegleitung soll der Kontakt minderjähriger Kinder zu ihrem besuchsberechtigten Elternteil – in Anwesenheit einer dafür ausgebildeten Begleitperson – nach Trennung oder Scheidung aufrechterhalten oder wieder angebahnt werden, wenn die betroffenen Elternteile sonst keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, ihre Kinder zu sehen und durch Gerichtsbeschluss oder –protokoll auf eine Besuchsbegleitung verwiesen werden. Zur Sicherung der Qualität werden jährlich drei regional gestreute Weiterbildungsseminare für die BesuchsbegleiterInnen im Auftrag des BMASK durchgeführt.

Da in (Verdachts-) Fällen von Gewalt oder sexuellem Missbrauch eine spezifische Ausbildung und die darauf basierende, verpflichtende Einhaltung von Qualitätsstandards erforderlich ist, hat das BMASK die Ausarbeitung eines entsprechenden Curriculums gefördert und findet seit November 2011 ein erster Ausbildungslehrgang für BesuchsbegleiterInnen der geförderten Trägerorganisationen des BMASK, der durch das Ressort zur Gänze gefördert wird, statt.


Ergebnisse: Aufgrund der Ergebnisse der Evaluierung und der Rückmeldungen von FördernehmerInnen zeigte sich der Bedarf nach einer Weiterentwicklung der geförderten Besuchsbegleitung und wurden die Förderrichtlinien für die Jahre 2011 und 2012 entsprechend adaptiert. Seit 1. Jänner 2011 werden die jeweils aktuellen Werte aus EU-SILC, der jährlichen Armutsgefährdungsschwelle, als Einkommensgrenze für die Inanspruchnahme einer Förderung herangezogen. Entsprechend der Empfehlung, die Dauer auf 1 Jahr auszudehnen, hat das BMASK im Jahr 2011 die maximale Gesamtdauer generell auf 1 Jahr und 40 Stunden, für Härtefälle auf 2 Jahre und 80 Stunden, erhöht.

Projektinformationen

Projektauswirkung: extern
Projektdurchführung: intern extern
Art der Maßnahme: Informations- u. Bewußtseinsmaßnahme
Ansprechperson(en):

Mag.a Sylvia Bierbaumer, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-6179, E-Mail: sylvia.bierbaumer@bmask.gv.at

Mag.a Angelika Weisz, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/3, Stubenring 1, 1010 Wien, Tel.: +43(0)1/711 00-3424, E-Mail: angelika.weisz@bmask.gv.at


Links:
  • www.besuchscafe.at
    Folder "Grundsätze des BMASK für die Gewährung einer Förderung der Besuchsbegleitung"




Geschäftsführung der IMAG GMB, BMBF, Abteilung IV/1 - Impressum - last update: 14.12.2007