Inhalt:

Wien

Implementierung von Gender Mainstreaming in Wien

Zeitraum:

Pilotphase: 2000 - 2005

Umsetzungphase: seit 2005

 

Ziele:

Generelle Ziel:

  • Systematische Verankerung einer Gender Perspektive in allen Aufgabenbreichen der Wiener Verwaltung

Spezifische Aufgaben sind:

  • Vermittlung von Gender Kompetenz
  • Aufbau eines ExpertInnenpools
  • Analyse von Verwaltungsstrukturen, Arbeitsabläufen, Dienstleistungen und Produkten unter dem Blickwinkel gleichstellungsspezifischer Wirkungen
  • Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Veränderung jener Rahmenbedingungen und Strukturen, die geschlechtsspezifische Benachteiligungen hervorbringen
  • Entwicklung von Arbeitsmaterialien (Leitfäden und Checklisten) in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen zur Unterstützung des Implementierungsprozesses

 

Zielgruppen:

MitarbeiterInnen der Stadt Wien, mit Schwerpunkt auf:

  • Führungskräfte und Personalverantwortliche
  • Schlüsselkräfte in den jeweiligen Fachbereichen
  • Ausbildungsbeauftragte
  • ÖffentlichkeitsarbeiterInnen

 

Inhalt: Die Umsetzung von Gender Mainstreaming im Magistrat der Stadt Wien erfolgt mit einer Projektstruktur. Den Kern bildet die Projektstelle Gender Mainstreaming in der Magistratsdirektion mit Schwerpunkt auf der Steuerung und Koordination der Gesamtstrategie, dem Aufbau eines ExpertInnenpools und einer magistratsweiten Projektdatenbank, der Entwicklung von Evaluierungsmethoden und der Verknüpfung von Gender Mainstreaming mit Managementinstrumenten.

 

Damit die Umsetzung im Sinne eines längerfristigen Organisationsentwicklungs- und Veränderungsprozesses flächendeckend erfolgen kann, wird eng mit den bereits bisher im Sinne von Gender Mainstreaming und Frauenförderung zuständigen Dienststellen zusammengearbeitet. Das ist insbesondere die Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) sowie die Gleichbehandlungsbeauftragten, deren Aufgabe die Frauenförderung im Personalwesen ist, die MD-BD - Leitstelle Alltags- und Frauengerechtes Planen und Bauen, die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte sowie die Gender-Budgeting-Beauftragte der Finanzverwaltung.

 

Ergebnisse: Gender Mainstreaming ist in Wien überall expliziter Politikansatz, besonders erfolgreiche Beispiele sind:

 

 

Weitere Informationen und konkrete Bespiele zu Gender Mainstreaming in Wien finden sich unter: http://www.wien.gv.at/menschen/gendermainstreaming/

 

Projektinformationen

 

  • Wien hat seit Beginn der Institutionalisierung der kommunalen Gleichstellung (1992) auf eine querschnittsorientierte Frauen- und Gleichstellungspolitik gesetzt. Die verantwortliche Magistratsabteilung ist die Frauenabteilung (MA 57).

 

  • Gender Mainstreaming ist seit 1. Jänner 2000 explizit in der Geschäftseinteilung für den Magistrat der Stadt Wien verankert. Eine eigene Projektstelle "Gender Mainstreaming"wurde mit einem Erlass des Magistratsdirektors vom 28. September 2005 eingerichtet. Durch die explizite Einsetzung einer Projektleiterin für die Umsetzung von Gender Mainstreaming im Magistrat mit Erlass des Magistratsdirektors und mit der Ansiedlung in der Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Gruppe Organisation - ist ein wesentliches Signal im Sinne des "Top Down"-Ansatzes und der Umsetzung in wirklich allen Bereichen des Magistrats gesetzt worden.
  • Gender Budgeting als finanzpolitisches Instrument von Gender Mainstreaming ist seit Juli 2005 in der Geschäftseinteilung für den Magistrat der Stadt Wien verankert. Zuständig ist das Referat Statistik und Analyse in der Abteilung Finanzwesen, Haushalt und Statistik (MA 5).

 


Geschäftsführung der IMAG GMB, BMBF, Abteilung IV/1 - Impressum - last update: 15.12.2014